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Kriege in den Krisenregionen der Erde, besonders in Syrien und im Irak, zwingen hunderttausende Menschen zur Flucht aus ihrer Heimat. Am schlimmsten trifft es dabei Frauen, Kinder und Jugendliche.

Die Initiative „Ein Licht der Nächstenliebe“ der 4 Ulmer Frauen-Service-Clubs (Inner-Wheel-Club, Soroptimist International mit den Clubs Ulm-Donaustadt, Ulm/ Neu-Ulm und der Zonta-Club) hatte zur Eröffnung des Ulmer Weihnachtsmarktes 2014 einen überwältigenden Auftakt und Erfolg. Der inzwischen gegründete Förderverein „4Clubs – eine Initiative e.V.“ hat frühzeitig erkannt, dass der Zustrom von Flüchtlingen die größte Herausforderung des Jahres 2015 sein wird. Bis zum Jahresende wird mit mindestens 800 000 Menschen gerechnet, die vor Krieg, Gewalt, Verfolgung und großer Not aus ihren Heimatländern nach Deutschland geflohen sind. Derzeit sind die vier Hauptherkunftsländer Syrien mit 55,5%, Albanien mit 8,6%, Irak mit 7,7% und Afghanistan mit 7,1%. In Ulm leben heute mehr als 1000 Flüchtlinge, für 2016 wird mit 1600 – 1800 Flüchtlingen gerechnet.

Zusammen mit den Kooperationspartnern Evangelischer Diakonieverband, Familienbildungsstätte (fbs) und dem Arbeitskreis Ausländische Kinder (AAK) wurde ein Projekt abgestimmt, in dessen Mittelpunkt die Arbeit mit Frauen und Kindern steht. Im Vordergrund steht es, Vertrauen aufzubauen, aktuelle Probleme anzugehen, Perspektive zu geben und Kinder wieder Kind sein zu lassen. In diesem Jahr wurden insgesamt 15 000 EUR  an das Projekt vergeben. Eine weitere Förderung durch die Initiative ist für 2016 und 2017 geplant.

Aufbau der Frauengruppe

Die fbs initiierte im Frühjahr 2015 eine Frauengruppe, begleitet von einer Betreuerin aus Mazedonien, die mehrere Sprachen spricht und sich aufgrund ihrer eigenen Lebenserfahrung mit Empathie auf die Lebenssituation der Flüchtlingsfrauen einlässt.

Die Frauen treffen sich zweimal wöchentlich, tauschen sich aus und erhalten Hilfestellung bei lebenspraktischen Fragen. Nach einigen Veränderungen in der Gruppe liegt der Schwerpunkt inzwischen bei Frauen unter 30 Jahren aus den arabischen Krisengebieten, insbesondere aus Syrien. Sie kommen überwiegend aus der Sammelunterkunft Römerstraße und dezentralen Unterkünften in Ulm. Viele Frauen haben Kleinkinder, einige sind schwanger. Im Mittelpunkt stehen folgende Themen:

  • Gesundheit und Hygiene
  • Schwangerschaft
  • Gewaltfreie Erziehung und Förderung der Kinder
  • Umgang mit Konfliktsituationen in der Beziehung
  • Umgang mit Kriegs- und Fluchttrauma, Tod und Trauer
  • Vermittlung kultureller Besonderheiten in Deutschland
  • Individuelle Beratung und Begleitung der Frauen, z.B. bei Arztbesuchen

Bei Bedarf gibt es einen Dolmetscherdienst.

Während der Zeit, in der sich die Frauen treffen, gibt es ein Betreuungsprogramm für Kinder unter 3 Jahren. Für die Aufgabe wurde eine Bosnierin gewonnen, die Anfang der 90-er Jahre mit ihrer Familie vor dem Balkankrieg nach Deutschland floh.

Seit Frühjahr 2015 haben ….. (weiterlesen)